Gedenken an einen Helden: Kurt Freiherr von Plettenberg

Freiherr Kurt v. Plettenberg

Unter den Männern (und Frauen) des 20. Juli 1944 um Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg waren viele Monarchisten bzw. Anhänger des Deutschen Kaiser- und Preußischen Königshauses, die beabsichtigten im Falle eines Erfolges wieder zur Monarchie zurückzukehren. Reichsverweser bzw. Deutscher Kaiser wäre in diesen Fall Kronprinz Wilhelm (III.) (1888-1951) oder sein Sohn Prinz Louis Ferdinand (sen.) von Preußen (1907-1994) geworden. Eine entsprechende Erklärung war bereits vorbereitet. Louis Ferdinand, der mit Billigung seines Großvaters Kaiser Wilhelm II. (im Exil in Doorn/Niederlande) bereits seit den 30er Jahren Kontakte zum Widerstand unterhielt, wurde von der Gestapo verhört. Der Generalbevollmächtigte des Königshauses Freiherr Kurt v. Plettenberg opferte nach seiner Verhaftung durch die Gestapo durch den Sprung aus einem Fenster sein Leben und rettete dadurch das Leben Wilhelms und Louis Ferdinands sowie seiner Freunde aus dem Widerstand, da er somit nicht mehr durch Folter zur Preisgabe von Namen gezwungen werden konnte

Heute liegt Freiherr Kurt von Plettenberg auf dem Bornstedter Friedhof. Zum 60. Todestag dieses Kaisertreuen Heldens war Dorothea Freiin von Plettenberg angereist, die in sehr persönlichen Worten das Leben ihres Vaters nachzeichnete, begleitet von Gebeten des Bornstedter Pfarrers Friedhelm Wizisla.

Die Generalverwaltung des Hauses Hohenzollern ehrte Freiherr von Plettenberg und seine Familie durch das Niederlegen eines Blumengebildes

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Kurt Freiherr von Plettenberg studiert, unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg, Jura und Forstwissenschaft. 1937 scheidet er auf eigenen Wunsch als Oberlandforstmeister aus dem Reichsforstamt aus, weil die politischen Vorgaben des NS-Regimes seinen Anschauungen widersprechen. Kurt von lettenberg ist verheiratet mit Arianne Freiin von Maltzahn, mit der er zwei Töchter und einen Sohn hat. Er übernimmt als Hofkammerpräsident die Vermögensverwaltung des ehemaligen Fürstlichen Hauses Schaumburg-Lippe. 1939 eingezogen, zeichnet er sich als Bataillonsführer und Kommandeur eines Tochterregiments des Infanterieregiments 9 aus. Ende 1941 wird Plettenberg Generalbevollmächtigter des vormaligen Preußischen Königshauses.

Kurt von Plettenberg ist an den Vorbereitungen für den Staatsstreich am 20. Juli 1944 beteiligt und gehört zum engeren Freundeskreis von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Johannes Popitz, Ludwig Beck, Ulrich von Hassell, Carl-Hans Graf von Hardenberg und Fabian von Schlabrendorff. Anfang März 1945 wird Kurt von Plettenberg verhaftet. Im Hausgefängnis der Gestapo in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße 8 stürzt er sich aus einem Fenster des dritten Stockwerkes, um nicht durch Folter zum Verrat an seinen Freunden gebracht zu werden.

Literatur:
· Axel Freiherr von dem Bussche-Streithorst:
Zur Erinnerung an Kurt Plettenberg, MS, 1985
 

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